Pädagogisches Konzept
Teiloffen und Situationsorientiert

In unserer Kindertageseinrichtung arbeiten wir in einem teiloffenen Konzept nach dem situationsorientierten Ansatz.
Die Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder bildet die Ausgangslage für das pädagogische Handeln und die Planung von Angeboten.
Beständige Gruppenkonstellationen mit festen Bezugspersonen bieten Sicherheit und Orientierung und erfüllen das Bedürfnis der Kinder nach Nähe und verlässlichen Beziehungen.
Es bestehen daher in unserer Einrichtung feste Gruppen. Die Gruppenräume sind so gestaltet, dass sie die elementaren Aspekte hinsichtlich der Bedürfnisse und Entwicklungsthemen der Kinder erfüllen, sich jedoch in der Einrichtung und hinsichtlich der Spielmaterialien unterscheiden, so dass für die Kinder ein Anreiz besteht, die anderen Gruppen zu besuchen und dort neue Erfahrungen zu sammeln.
- Der Raum und seine Angebote müssen wahrgenommen werden, um dann Möglichkeiten zum Spielen zu entdecken.
- Man muss sich für ein Spiel, das Spielmaterial und gegebenenfalls für den oder die Spielpartner entscheiden.
- Spielen erfordert Konzentration, Ausdauer und Geduld, um sich intensiv auf ein Spiel einzulassen.
- Das Spielen mit anderen Kindern verlangt viele soziale Kompetenzen, es erfordert Absprachen, gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfe zu geben und auch anzunehmen.
In den Freispielphasen können die Kinder selbstständig entscheiden wo sie spielen möchten. Auf diese Weise können die Kinder auch die anderen Räume erkunden und kennenlernen, die unterschiedlichen Spielangebote nutzen und soziale Kontakte zu anderen Kindern knüpfen, somit kann ihnen ein größtmöglicher Erfahrungs- und Spielraum geboten werden.
Durch neue Materialien und das Erkunden unbekannter Umgebungen werden sie zu neuen Spielhandlungen angeregt, die sozialen Kontakte zu anderen Kindern geben Impulse zur Nachahmung und dadurch zur Erweiterung der eigenen Fähigkeiten.
Das christliche Menschenbild als Grundlage unserer Arbeitsweise

In unserer Einrichtung sind alle Familien sind willkommen!
- Der Mensch, als ein Geschöpf und ein Ebenbild Gottes, hat eine unantastbare Würde.
- Er ist ein soziales Wesen, das alleine nicht leben kann, sondern auf Beziehungen angewiesen ist.
- Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit mit seiner speziellen Lebensgeschichte, mit individuellen Fähigkeiten, Eigenarten und Begabungen. Wir achten und schätzen diese Individualität und Persönlichkeit der Kinder.
- Zuwendung und Anerkennung sind grundlegende Voraussetzungen für alles menschliche und vor allem kindliche Wachsen. Die Gleichwertigkeit von Kindern und Erwachsenen fordert von uns, die individuellen Bedürfnisse und Ideen der Kinder ernst zu nehmen.
- Im täglichen Miteinander vermitteln wir durch Vorleben und unsere Vorbildfunktion christliche Werte wie z.B. Nächstenliebe oder die Achtung und Bewahrung der Schöpfung.
- Die Gestaltung und das Leben von Beziehungen ist ein Grundbedürfnis. Die Kinder brauchen Freiräume aber auch Grenzen, innerhalb derer sie ihre Beziehungen gestalten können.
Jedes Kind ist einzigartig!

Gemeinsam Hand in Hand

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine wichtige Grundlage unserer Arbeit. Denn nur gemeinsam mit den Eltern als engsten Bezugspersonen der Kinder können wir den Kindern erfolgreiche Bildungs- und Entwicklungsprozesse ermöglichen und sie in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit mit all ihren Fähigkeiten und Interessen unterstützen.
Eine respektvolle Haltung gegenüber allen Eltern und Bezugspersonen der Kinder schafft eine Atmosphäre der Offenheit, Wertschätzung und des gegenseitigen Vertrauens, in der ein reger Austausch stattfinden und sowohl Anregungen als auch Kritik geäußert werden können.
Ebenso wie den Kindern stehen wir auch den Eltern stets als Ansprechpartner zur Verfügung.
Neben Aushängen in der Kita informieren wir Eltern immer aktuell über alle wichtigen Angebote und Ereignisse im Kita-Alltag per Kita-App bequem und schnell auf's Smartphone. Neben regelmäßigen Elterngesprächen sind wir immer bereit auf Gesprächsbedarf seitens der Eltern einzugehen und dafür zusätzliche Gesprächstermine anzubieten.
Auf den Anfang kommt es an

Uns ist es wichtig, dem Kind und seinen Bezugspersonen die Zeit zu geben, die neue Umgebung, die Struktur der Einrichtung und die pädagogischen Fachkräfte kennenzulernen und gemeinsam den Übergang zu gestalten.
Wichtig für das Gelingen der Eingewöhnung ist die Begleitung des Kindes durch eine ihm vertraute Person. Dies kann ein Elternteil aber auch eine andere nahe Bezugsperson, wie beispielsweise die Großmutter, der Onkel oder die Tagesmutter des Kindes sein. Wichtig ist, dass diese Bezugsperson während der gesamten Eingewöhnungszeit zuverlässig verfügbar ist und sich ihrer Bedeutung für das Kind bewusst ist.
Jede Familie wird in der Eingewöhnungszeit von einer bestimmten pädagogischen Fachkraft begleitet, die sich als neue Bezugsperson für das Kind anbietet und die Eltern und Kind in der Bewältigung des Übergangsprozesses unterstützt.
Vor Beginn des Kita-Besuches werden alle Familien Infonachmittag/Aufnahmegespräch eingeladen, bei dem Sie die zukünftigen Erzieherinnen ihres Kindes kennenlernen, wichtige Informationen zum Kita-Besuch erhalten und alle offenen Fragen rund um den Kita-Start besprochen werden. weitere Infos
Wir leben Vielfalt!

- Die Kinder in ihrer Handlungsplanung und Alltagsbewältigung zu fördern, zu begleiten und zu unterstützen.
- Die Kinder mit ihren Stärken in den Gruppenalltag zu inkludieren. D.h. die Inklusionspädagogik gestaltet das Zusammenleben von Kindern mit und ohne Handicap bzw. besonderem Förderbedarf. Sie gibt Raum für die Erfahrung, dass jedes Kind um seiner selbst willen angenommen ist. Dies ermöglicht jedem Kind der Inklusions-Gruppe, sich durch die Interaktion und das gemeinsame Erleben weiter zu entwickeln und am Gruppengeschehen teilzuhaben mit allen Stärken und Schwächen, die unsere Gemeinschaft bereichern.
Unsere Ziele für die Arbeit in der Gruppe:
- Jeder darf sein was und wie er ist und bekommt darin Unterstützung, Begleitung und Hilfe, wo und wie sie gebraucht wird. Es ist eine Form von Alltagsmiterleben und den damit klar verbundenen Strukturen und Regeln.
- Intensive Kleingruppenangebote und gegebenenfalls Einzelförderung, die sich am momentanen Bedürfnis der Kinder orientiert und immer im ganzheitlichen Sinne stattfindet.
- Ein wesentlicher Pfeiler unserer Arbeit ist eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Nur durch deren Zustimmung ist Inklusion überhaupt möglich. Eltern geben dem Kind Halt, Sicherheit und die Grundlage für eine positive Entwicklung. Wir beraten und unterstützen sie darin.
- Oft agieren verschiedene Stellen, um das Kind und dessen Familie zu unterstützen z.B. Therapeuten, Frühförderstelle, Logopäde, Ärzte, Ämter o.ä. Zur optimalen Unterstützung der IN-Kinder und einer guten Umsetzung der pädagogischen Arbeit in der Kita gehört es zu unseren Aufgaben, eng mit den behandelnden Therapeuten zusammen zu arbeiten. Nur wenn jeder seinen Erfahrungsreichtum mit einbringen darf, ist eine gute Unterstützung und Weiterentwicklung des Kindes möglich.
Zusammen können wir mehr!
- Niederschwellige Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien im Sozialraum
- Kita als vertrauter Ansprechpartner und „Vernetzer“ zu anderen Institutionen
- Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern (durch Beratung, Bildungsangebote, Vernetzung)
- Eltern haben die Möglichkeit nach Absprache einen Tag in der Gruppe ihres Kindes zu hospitieren und den Kita-Alltag hautnah mitzuerleben. Sie haben so die Möglichkeit, ihr Kind zu beobachten, Impulse für eigene Erziehung in der Familie und Ideen für Spiel- und Förderangebote zu sammeln. (Stärkung der Erziehungskompetenz durch praktisches Beispiel, informeller Austausch mit päd. Fachkräften)
- Portfolios (Entwicklungsdokumentation) werden für jedes kind liebevoll geführt und können auch von den Eltern ausgeliehen ebenso wie einzelne Seiten gemeinsam zu Hause gestaltet werden => Bewusstsein für Entwicklungsschritte des Kindes
- Aushang vor den Gruppen Wochenausblick/ Wochenrückblick/ Aktuelle Informationen => Transparenz der päd. Arbeit
- Projekte in Zusammenarbeit mit Eltern: Vorlesen in verschiedenen Sprachen, Plätzchenbacken, …
- Elterntreffs zweimal jährlich in jeder Gruppe zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch
- Kita ist Teil des bestehenden Netzwerkes frühe Hilfen und kooperiert mit verschiendenen Stellen
- Um Eltern, Kita und externe Fachkräfte zu vernetzen finden je nach Bedarf runde Tische statt, an denen alle beteiligten Stellen teilnehmen, „Grüne Mappe“
- Kita stellt Räumlichkeiten für Gespräche zwischen Eltern und anderen Stellen/Fachkräften zur Verfügung
- Angebote für Kinder und Familien in Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen
- Päd. Fachkräfte stellen auf Wunsch der Eltern Kontakt zu anderen Fachstellen her z.B. Sonderpäd. Beratungsstelle, Psycholog. Beratungsstelle, Frühförderung
- Päd. Fachkräfte unterstützen und beraten bei Antragsstellung für zusätzliche Fördermaßnahmen
- Möglichkeit der Unterstützung und Beratung bei Amtsgängen, Ausfüllen von Formularen, Antragstellung sonstiger finanzieller Unterstützung, Wohnungssuche etc. durch ehrenamtliches Engagement => Kontakt wird über päd. Fachkräfte hergestellt
- Flyer unterschiedlicher Beratungsstellen, Angebote für Kinder und Familien (Unterstützung, Freizeit, etc.) sowie Infomaterial zu verschiedenen Themen liegen in der Kita aus und werden regelmäßig aktualisiert, in Einzelfällen auch direkt an Eltern ausgegeben

- Das gemeinsame Erforschen der Umwelt
- Eigene Ideen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln und Vorstellungen umsetzen
- Erfahren, was sie selbst bewirken und verändern können
- Sich trauen, auf andere zuzugehen, die eigene Meinung zu vertreten und eigene Entscheidungen zu treffen
- Sich in einer Großgruppe zurechtzufinden, die eigene Rolle zu finden und sich wohlzufühlen
- Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen, Gespür für die eigenen Bedürfnisse
- Konsequenzen für das eigene Handeln zu tragen
- Umgang mit Misserfolgen und Kritik
- Ausdauer, angefangene Dinge zu Ende zu bringen, Stärken der Konzentrationsfähigkeit
- Klare Regeln und Grenzen festlegen und konsequent einhalten
- Bestimmte Zeiteinteilungen festlegen und einhalten
- Übertragen kleiner Aufgaben im Haushalt -Übernehmen von Verantwortung
- Selbstständigkeit im Alltag (alleine an- und ausziehen, aufräumen,…)
- Ausgewogene und gesunde Ernährung, ausreichend Trinken, genügend Bewegung und frische Luft, regelmäßiger Schlaf und Erholung
- Körperliche Gesundheit und Wohlbefinden ist Grundvoraussetzung für gesunde kognitive Entwicklung und Entfaltung der Individuellen Potenziale
- Verantwortungsbewusster, kindgerechter Umgang mit Medien (TV, PC, Tablet,…)
- Vorlesen, Bilderbücher betrachten
- Interesse an Sprache und Schrift ist Grundvoraussetzung für das Lesen und Schreiben
- Hörbücher, CDs und Fernsehsendungen können Sie als Person nicht ersetzen!
- Bestärken in den Dingen, die das Kind gut kann und gerne macht
- Ehrliches Lob und Anerkennung, Interesse an den Ideen und Werken der Kinder zeigen
- Die Natur beobachten, Interesse an der Umwelt wecken
- Gemeinsam Erlebnisse planen und umsetzen, gemeinsam Dinge betrachten, besprechen, sich von den Kindern etwas erklären lassen, interessiert zuhören
- Nehmen Sie Ihr Kind ernst in seiner Persönlichkeit und schenken Sie ihm Aufmerksamkeit

Es gibt viele unterschiedliche Stellen, Institutionen und vielseitige Angebote für Familien mit Kindern. Um bestmöglich mit anderen Stellen zusammenzuarbeiten, sind wir Mitglied des Netzwerkes Frühe Hilfen. Die Vernetzung mit anderen Stellen ermöglicht uns die Zusammenarbeit zur Begleitung und Förderung der Entwicklung der Kinder noch wirksamer zu gestalten, Eltern entsprechend zu beraten oder weiter zu vermitteln und individuelle Unterstützungsmöglichkeiten zu finden.
Zweimal jährlich findet ein regionales Netzwerktreffen zum Austausch und zur Informationsweitergabe statt.
Mitglieder des Netzwerkes sind ErzieherInnen, Kinderärzte, MitarbeiterInnen des Sozialen Dienstes, Hebammen, Familien-Kinderkrankenschwestern, MitarbeiterInnen des Familienzentrums, des Kinderschutzbundes, des SAK, der sonderpädagogischen Beratungsstelle und anderer Beratungsstellen.
Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit dem Fachbereich Inklusion im Kindergarten der Lebenshilfe Lörrach. Beratend und unterstützend begleiten die MitarbeiterInnen unsere Inklusionsgruppe. Insbesondere die Inklusionsfachkraft steht im regelmäßigen Austausch mit der zuständigen Mitarbeiterin des Fachbereiches und erhält Unterstützung bei der Erstellung von Förderplänen, der Beratung von Eltern und der Reflexion der pädagogischen Arbeit in der Inklusionsgruppe.
Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt!

Um alle Kinder bestmöglich in ihrer Sprachentwicklung zu unterstützen und zu fördern, arbeiten in unserer Einrichtung speziell geschulte Sprachförderkräfte, die in Kleingruppen mit den Kindern arbeiten und sie in der Erweiterung ihrer sprachlichen Kompetenzen auf vielfältige Art und Weise unterstützen und fördern.
Das Land Baden-Württemberg unterstützt Sprachfördermaßnahmen für Kinder mit zusätzlichem intensivem Sprachförderbedarf.
Die Teilnahme ander Sprachördermaßnahme setzt die schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten voraus.
